Heldenreise

ein bekanntes Strukturmodell

Was ist Heldenreise?

Die Heldenreise ist ein Erzählmodell, das Joseph Campbell 1949 in „Der Heros in tausend Gestalten" beschrieb: siebzehn Stationen in drei Teilen, Aufbruch, Initiation, Rückkehr. Christopher Vogler kürzte es für Hollywood auf zwölf Stationen, zuerst in einem Memo an ein Studio, später als Buch. Von dort kam es in die Schreibratgeber. Als Werkzeug ist es brauchbar, als Gesetz nicht, und das ist wichtig zu wissen. Der Folklorist Barre Toelken wirft Campbell vor, den Monomythos nur konstruieren zu können, indem er passende Geschichten zitierte und ebenso gültige wegließ. Die vergleichende Mythenforschung hat sich von seinen universalistischen Kategorien weitgehend abgewandt. Feministische Kritik, etwa von Maureen Murdock, hält das Modell für männlich zentriert und für viele weibliche Erzählbögen unpassend. Für Romantasy ist das praktisch relevant: Die Heldenreise beschreibt den Handlungsbogen ordentlich und den Beziehungsbogen gar nicht.

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