Testleser
Leserinnen, die ehrlich zurückmelden
Was ist Testleser?
Testleser lesen dein fertiges Manuskript und sagen dir, ob die Geschichte für sie funktioniert. Sie müssen keine Fehler finden und keine Lösungen liefern, ihre Aufgabe ist die begründete Meinung. Genau darin liegt der Unterschied zum Lektorat: Testleser benennen das Symptom, etwa „ab Kapitel zwölf war mir langweilig". Das Lektorat erklärt die Ursache und liefert das Handwerkszeug dagegen. Beides ersetzt einander nicht. Bewährt haben sich drei bis acht Personen. Unter drei erkennst du keine Muster, deutlich mehr wird unübersichtlich und widersprüchlich. Wichtiger als die Zahl ist die Mischung: Leute, die dein Genre lesen, und Leute, die dich nicht persönlich kennen, denn die trauen sich eher, etwas zu kritisieren. Testleser arbeiten üblicherweise unbezahlt oder gegen ein Freiexemplar. Die sinnvolle Reihenfolge lautet: selbst überarbeiten, Testleser, dann Lektorat, dann Korrektorat. So bezahlst du kein Lektorat für Probleme, die kostenloses Feedback gefunden hätte.
