Adverbien

leise, hastig, wütend

Was ist Adverbien?

Adverbien beschreiben, wie etwas geschieht: leise, hastig, wütend. Im Lektorat fallen sie auf, weil sie oft ein schwaches Verb stützen müssen. „Sie ging schnell" ist blasser als „sie rannte", „sagte er wütend" blasser als eine Handlung, aus der die Wut hervorgeht. Besonders auffällig sind Adverbien direkt an der wörtlichen Rede, weil sie der Leserin die Deutung abnehmen, die sie sich gerade selbst erarbeitet hat. Das heißt nicht, dass Adverbien verboten sind. Diese Regel wird oft zu streng ausgelegt, und ein Text ohne jedes Adverb klingt verkrampft. Aber wenn in einem Absatz drei davon stehen, lohnt der zweite Blick: Meist steckt in jedem ein stärkeres Verb, das darauf wartet, gefunden zu werden. Ein guter Arbeitsweg beim Überarbeiten ist, in der Suchfunktion nach den Endungen „lich" und „ig" zu suchen und nur die Stellen anzufassen, an denen tatsächlich etwas gewonnen wird.

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