Zeichensetzung

Kommas, Gedankenstriche, Anführungszeichen

Was ist Zeichensetzung?

Zeichensetzung ist der Teil des Korrektorats, an dem die meisten Manuskripte hängen. Nicht wegen exotischer Regeln, sondern wegen dreier Alltagsfälle. Erstens das Komma vor erweiterten Infinitivgruppen mit „um zu", „ohne zu", „statt zu". Zweitens die wörtliche Rede, wo Komma und Anführungszeichen in einer festen Reihenfolge stehen. Drittens der Unterschied zwischen Bindestrich und Gedankenstrich: Der eine verbindet Wörter, der andere ist länger und trennt Satzteile, und beide werden ständig verwechselt. Dazu kommen typografische Feinheiten, die erst im Satz sichtbar werden, etwa der typografische Apostroph und die Auslassungspunkte als einzelnes Zeichen. Der Grund, warum das zählt: Fehlerhafte Zeichensetzung wird selten bewusst bemerkt, aber sie bremst das Lesen. Und in Rezensionen taucht sie zuverlässig als „wirkt unlektoriert" auf.

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